Ritualbild Links Überschrift Ritualbild Rechts

Was ist ein Ritual?

Rituale sind Handlungen, die einer vorgegebenen Regelung folgen und an zuvor festgelegten Zeitpunkten und Orten stattfinden. Dabei werden bestimmte Abläufe in wiederkehrender Reihenfolge vollzogen. Diese werden als „zeremonische Ordnung“ bezeichnet. Ein Ritual kann einzeln oder in Gruppen zelebriert werden, wobei den Gruppen- Ritualen energetisch höhere Kräfte zugeschrieben werden. Häufig werden beim Ritual Gegenstände, z.B. Talismane, Abbildungen o.ä., verwendet, die das Ergebnis der Rituale verstärken sollen und gleichzeitig energetisch aufgeladen werden. Manchmal wurden oder werden auch bewusstseinserweiternde Drogen im Verlauf des Rituals eingenommen. Rituale werden in Bezug auf Religion als Riten (lat. Ritus) bezeichnet.

Der Zweck von Ritualen.

Ein Ritual fokussiert die Besinnung auf Geist und Seele. Es soll die Gedanken in eine bestimmte, zuvor festgelegte Richtung lenken. Man schreibt dem Ritual eine heilende Wirkung zu, die sich sowohl auf körperliche Beschwerden als auch auf seelisch-geistige Belange konzentriert. Die dabei freigesetzten geistigen Energieschwingungen dienen unter anderem der Erfüllung von Wünschen und Sehnsüchten. Unterschieden wird dabei in positive Rituale, deren Zweck die eigene Wunscherfüllung sein soll. Dem gegenüber stehen negative Rituale, die darauf abzielen, negative oder von schlechten Energien behaftete Personen zu eliminieren. Letzteres Beispiel wird häufig unter dem Begriff „Voodoo“ geführt, wo u.a. auch Blutopfer gebracht werden. Dazu gehören auch die bekannten Teufelsaustreibungen oder Exorzismen welches bis heute ein Ritus der Kirche ist.

Verschiedene Arten und Herkunft von Ritualen.

Es gibt sie seit Jahrtausenden, und sie werden je nach kultureller Herkunft unterschiedlich ausgeübt. Das Ritual passt sich den Glaubensrichtungen an. Rituale wurden sowohl von Naturvölkern, wie zum Beispiel den Indianern, den Hindus, Kelten und dem Maya-Volk, vollzogen. Ein bekanntes, auch in der heutigen Zeit sehr beliebtes indianisches Ritual ist die Schwitzhütten-Zeremonie. Im Buddhismus betrachtet man Mediationen als Ritual. Das "Ritual der Bäume" war kennzeichnend für die Kelten. Das Maya-Volk war bekannt für rituelle Menschenopfer. Rituale werden auch heutzutage noch ausgeübt. So ist ein Gottesdienst auch als Ritus zu betrachten. In der Esoterik und in vielen spirituellen Glaubensrichtungen findet das Ritual, meist mit Hilfsmitteln begleitet, ebenfalls regen Anklang. Man sagt auch der Werbung und Musikindustrie rituelle Vorgehensweisen nach. Hier verweist man insbesondere auf den Geheimbund der Illuminaten und die Symbolik dessen.

Wie wirkt ein Ritual?

Das Ritual fördert die Konzentration auf das selbst gesetzte Ziel. Es kann Gedanken klären und neue Betrachtungsweisen hervorrufen. Es ist kein anerkanntes Heilmittel für gesundheitliche und psychische Problemstellungen, kann jedoch positive Veränderungen der eigenen Verhaltensweisen herbeiführen und damit auch gesundheitliche Erfolge hervorrufen.

Definition Ritus

Als Ritus wird eine festgelegte Abfolge gleich bleibender Handlungen verstanden, die in ihrer Gesamtheit eine Zeremonie darstellen. Das lateinische Wort Ritus (Mehrzahl: Riten) bezeichnet in seiner ursprünglichen Bedeutung rein religiöse Tätigkeiten, die bei feierlichen Handlungen in vorgegebener Reihenfolge eingehalten werden sollen. Viele solcher Riten haben die Jahrhunderte überdauert und sind nach wie vor Bestandteil von Gottesdiensten der christlichen Kirche und anderer Religionen. Die Gabenbereitung ist ein typisches Beispiel für einen religiösen Ritus. Weder von der physischen Darbietung noch von den begleitenden gesprochenen Worten darf abgewichen werden. Taufe und Vermählung unterliegen in unterschiedlichen Kulturkreisen ebenfalls einem festgelegten Ritus. Im Laufe der Zeit wurde der Ausdruck Ritus insofern in den deutschen Sprachgebrauch übernommen, dass er über die ursprüngliche Bedeutung hinaus heute in einem weiteren Sinne verwandt wird, vor allem um allgemeine, immer wiederkehrende Gewohnheiten von einzelnen Lebewesen und/oder Gruppen zusammenlebender Individuen zu beschreiben. So spricht man z.B. von einem Verhaltensritus, wenn Kindern vor dem Schlafengehen eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen wird. Ein Ritus kann allerdings auch den Zweck verfolgen, die Mitglieder einer Gesellschaft einem tradierten Verhaltenskodex zu unterwerfen. So sind alle Anwesenden einer Gerichtsverhandlung aufgefordert, sich beim Eintreten des Richters in den Gerichtssaal zu erheben. Auch das Stillstehen und Singen der Nationalhymne bei Fußball-Länderspielen ist solch ein Ritus, das zwar als ungeschriebenes Gesetz gilt, jedoch bei Nichtbeachtung erhebliche soziale Missachtung nach sich ziehen kann. Selbst bei bestimmten sexuell motivierten Verhaltensweisen ist ein Ritus zu beobachten, und zwar nicht nur bei Menschen, sondern auch bei anderen Lebewesen. Hier kann sowohl das Balzverhalten als auch Kampfverhalten von Widersachern im Tierreich genannt werden, was sich im menschlichen Verhalten z.B. im „Handanhalten um die Braut“ oder auch im mittlerweile nicht mehr gebräuchlichen „Duell“ der „ehrenwerten Enttäuschten“ widerspiegelt.

Definition Riten

Riten sind sich wiederholende (oder auch in manchen Fällen einmalig durchgeführte) Handlungen, deren Ablauf eine bestimmte Wirkung hervor rufen soll. Riten hat es in allen Kulturen und zu allen Zeiten gegeben. Mit ihnen werden Heil- und Läuterungsprozesse initiiert, die aufgrund der besonderen Kraft des Rituals noch verstärkt werden sollen. Für die meisten Anwender von Riten geht ein Problem oder ein Anliegen voraus. Das Ritual wird bewusst und geplant dafür eingesetzt, sich auf einen Aspekt zu fokussieren, diesen auch mit einem Resultat, einer Verbesserung der Situation zu verbinden. Riten können allein durchgeführt werden oder in einer Gruppe, wobei Letzteres angeblich eine gesteigerte Energie bzw. Wirkung hervor ruft. Für viele Menschen bedeuten Riten in ihrer Berechenbarkeit etwas Sicheres, Tröstliches, und sie sind von deren Wirkung überzeugt. Als ein Beispiel für einen Ritus könnte ein Vollmondritual genannt werden. Eine Gruppe von Menschen findet sich zum vollen Mond nachts zusammen und spricht einen vorher festgelegten Text, eine Anbetung, einen Wunsch "ans Universum", bzw. kann jeder Teilnehmer seinen eigenen Wunsch vorbringen. Durch die festgelegten Abläufe, auch Formeln etc., erreicht ein solches Ritual eine höhere Ebene, wie es auch von den Teilnehmern wahr genommen und angestrebt wird. Riten werden aktuell als spirituelles Hilfsmittel wieder verstärkt angewendet.